Aprikosen bei Histamin-Intoleranz [Ratgeber]

Aprikosen sind nicht nur eine Augenweide, die leckeren Früchte stehen für sommerliche Frische und süßen Genuss – doch kann man auch mit Histamin-Intoleranz unbeschwert in eine reife, aromatische Aprikose beißen? In diesem Ratgeber werfen wir einen genauen Blick darauf, wie Pfirsiche in eine histaminarme Ernährung integriert werden können, liefern Tipps zum Verzehr, Rezeptideen und geben einen Überblick über verwandte Obstgattungen wie den Pfirsich.

Reife Pfirsiche am Baum im glänzenden Sonnenlicht. Pfirsiche bei Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Aprikosen sind süßen Boten des Sommers und auch mit Histamin-Intoleranz ein verlockender Genuss.

Zu „Hilfe bei Histamin-Intoleranz“ springen oder weiterlesen:

Enthalten Aprikosen Histamin?

Aprikosen könnten dein neuer bester Freund in der Welt der Früchte sein. Sie schmecken nicht nur gut, sie enthalten auch von Natur aus sehr geringe Mengen an Histamin, was Aprikosen für die meisten Menschen mit Histamin-Intoleranz gut verträglich macht.

Allerdings sollte man keine überreifen Früchte verzehren, da sie, wie alle Lebensmittel, ab einem bestimmten Punkt anfangen zu faulen, sprich Histamin zu bilden. Auch von Obstkonserven sollte man besser die Finger lassen, auch dann, wenn die verwendeten Obstsorten als histaminarm gelten. Trockenfrüchte sind vor allem dann problematisch, wenn sie geschwefelt sind und Konservierungsstoffe wie Schwefeldioxid oder Sulfite enthalten. Besser verträglich sind getrocknete Aprikosen in Bio-Qualität, dort wird in der Regel auf künstliche Konservierungsstoffe verzichtet.

Welches Obst darf man essen mit Histamin-Intoleranz?

Der histaminarme Obstkorb gibt eine Menge her: Als gut verträglich mit Histamin-Intoleranz gelten z.B. Pfirsiche, Äpfel, Trauben, dunkle Beerensorten, Honigmelonen oder Kaki. Generell sollte man frisches Obst bevorzugen, da bei längerer Lagerung der Histamingehalt steigen kann. Welche Früchte und weiteren Lebensmittel eher gemieden werden sollten, zeigt dir unsere Lebensmittel-Tabelle.

Was unterscheidet Aprikose, Pfirsich und Co.?

Wenn die Obstregale im Supermarkt so richtig gut gefüllt sind, kann es schon einmal schwerfallen, einige der Pfirsichsorten auseinanderzuhalten. Ob rund, platt, behaart oder glatt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Aprikosen, Pfirsichen, Plattpfirsichen und Nektarinen?

Die 5 häufigsten Pfirsichsorten im Handel: Gelbe Pfirsiche, Weiße Pfirsiche, Plattpfirsiche, Nektarinen, Aprikosen. Aprikosen und Co. sind gut verträglich mit Histamin-Intoleranz - Grafik von histaminta.de
5 histaminarme Pfirsichsorten, die man oft im Handel findet.

Aprikosen kommen ursprünglich aus Nordchina, Hauptanbaugebiet für den deutschen Markt ist die Türkei, bei Pfirsichen und Nektarinen kommen noch Italien, Spanien, Frankreich und auch Griechenland hinzu. Aprikosen und Co. bieten je nach Sorte unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Konsistenzen und Verwendungsmöglichkeiten. Hier ein Überblick der bekanntesten Gattungen:

  • Aprikosen: Aprikosen sind kleinere, goldgelbe Früchte mit einer glatten, leicht samtigen Haut. Ihr festes, aber saftiges Fruchtfleisch hat einen süßlich-aromatischen Geschmack und kann weißlich, gelblich oder orangefarben sein. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die Naht, die rund um die Aprikose verläuft und die Frucht in zwei Hälften teilt.
  • Gelbfleischige Pfirsiche: Diese am häufigsten vorkommende Pfirsichart hat ein saftig-süßes und manchmal auch leicht säuerliches Fruchtfleisch, dessen Farbe von Grüntönen bis Orange oder Rot reichen kann. Sie ist ideal zum direkten Verzehr sowie für die meisten Koch- und Backrezepte.
  • Weißfleischige Pfirsiche: Diese Pfirsiche haben ein weißes, süßes Fruchtfleisch, das weniger säurehaltig ist als das von gelben Pfirsichen. Sie sind oft zarter und haben eine cremigere Konsistenz.
  • Plattpfirsiche (auch Saturnpfirsiche oder Donutpfirsiche genannt): Beim Plattpfirsich handelt es sich um eine Mutation des herkömmlichen Pfirsichs. Plattpfirsiche haben eine auffällige, abgeflachte Form, ihr Furchtfleisch ist hellgelb oder weiß und der Stein deutlich kleiner. Aufgrund seines etwas geringeren Säure- und höheren Zuckergehalts schmeckt der Plattpfirsich süßer als der herkömmliche Pfirsich. Er lässt sich auch noch verzehren, wenn er schon schrumpelig aussieht.
  • Nektarinen: Nektarinen haben eine glatte, glänzende Haut ohne die „Fusseligkeit“ der Pfirsichhaut und ein etwas festeres gelbes oder weißes Fruchtfleisch. Sie sind ebenfalls süß und saftig, aber häufig mit einer leicht säuerlicheren Note. Nektarinen sind eine natürliche Mutation des herkömmlichen Pfirsichs. So kommt es vor, dass an Pfirsichbäumen Nektarinen wachsen oder umgekehrt. Die Seite der Nektarine, die beim Wachsen der Sonne zugewandt ist, entwickelt eine rote Farbe.

Warum sind Aprikosen so gesund?

Aprikosen sind reich an Vitaminen, insbesondere B-Vitamine, die sich zusammen mit dem enthaltenen Magnesium und Kalium positiv auf unser Nervenkostüm auswirken. Dadurch kann der Körper besser mit Stress umgehen, was gerade mit Histamin-Intoleranz enorm wichtig ist.

Darüber hinaus bieten Aprikosen viele Antioxidantien, die Entzündungen im Körper reduzieren und das Immunsystem stärken. Das „Zellschutz-Trio“ aus Beta-Carotin, Vitamin C und E ist gut für die Haut, da weniger Zellschädigung auch weniger Falten bedeutet. Zusätzlich zum Beta-Carotin stecken im Aprikosen weitere Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, die eine essenzielle Rolle für die Augengesundheit spielen.

Der hohe Wassergehalt macht die Aprikose nicht nur zu einer erfrischenden Frucht, sondern auch zu einem Schlankmacher: 100 Gramm Aprikose enthalten gerade einmal 48 Kilokalorien. Weil zudem sättigende, verdauungsunterstützende Ballaststoffe enthalten sind, können Aprikosen gut eine Diät unterstützen.

Histaminarme Rezepte mit Aprikosen

Aprikosen sind ein gesunder Snack für zwischendurch und lassen sich hervorragend in Kuchen, Desserts, Marmeladen und Konserven verarbeiten.

  • Aprikosen-Smoothie: Kombiniere reife Aprikosen mit Natur-Kokosjoghurt und einer Prise Zimt für einen erfrischenden, histaminarmen Drink.
  • Aprikosen-Kompott: Aprikosen- oder Pfirsich-Kompott ist ideal für Desserts (z.B. mit Milchreis). Hier findest du ein Rezept für histaminarmes Pfirsich-Kompott (Histaminhexe.de)
  • Aprikosen-Muffins: Unser Grundrezept für Muffins schmeckt auch lecker mit Aprikosen-, Nektarinen oder Pfirsichstückchen.

7 wichtige Tipps zu Aprikosen bei Histamin-Intoleranz

  1. Frische Aprikosen, Pfirsiche oder Nektarinen sind histaminarm und stecken voller gesunder Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Das macht Aprikosen und Co. zum idealen Obst für Menschen mit Histamin-Intoleranz.
  2. Finger weg von Obstkonserven und geschwefelten Trockenfrüchten!
  3. Die beste Zeit für frische Aprikosen ist der Sommer, genauer gesagt von Juli bis August. In dieser Zeit erreichen sie ihre volle Reife und bieten den besten Geschmack und Nährstoffgehalt.
  4. Aprikosenkerne (oder Kernreste) wegwerfen – oder allenfalls zum Ziehen eines Aprikosenbaums in den Garten einpflanzen. Aprikosenkerne enthalten Blausäure, die in großen Mengen giftig ist.
  5. Pfirsiche sind ein erfrischender, leichter Snack. Das liegt am hohen Wasseranteil und an den sättigenden, verdauungsunterstützenden Ballaststoffen, die vor allem in der Aprikosenhaut stecken.
  6. Konventionelle Aprikosen vor dem Verzehr gründlich waschen, da an der Haut noch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln haften können. Aprikosen in Bio-Qualität sind grundsätzlich die bessere Wahl.
  7. Aprikosen reifen bei Raumtemperatur nach. Reife Früchte erkennt man an ihrer leichten Nachgiebigkeit bei sanftem Druck und ihrem aromatischen Duft.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

Angebot
DAOSiN Tabl. mit DAO-Enzym, hochwirksam (60 Stk)
  • Mit dem Enzym DiAminOxidase: DAOSiN unterstützt den körpereigenen Abbau von Histamin mithilfe DiAminOxidase
  • Das magensaftresistente Nahrungsergänzungsmittel erhöht den DAO-Enzym-Gehalt im Dünndarm und hilft dem Körper dabei, Histamin abzubauen