Döner Kebab bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber]

Döner Kebab ist das Lieblings-Fast-Food der Deutschen, und „Döner-Buden“ gibt’s an fast jeder Straßenecke. Natürlich ist türkische Küche weit mehr als ein Kebab-Haus. Aber mit Histamin-Intoleranz will man natürlich wissen, wie verträglich Döner Kebab („sich drehendes Grillfleisch“) ist.

Nahaufnahme eines Döner Kebab Sandwich (in der Hand gehalten) mit Fleisch, Tomaten und Gemüse im Fladenbrot. Döner essen outdoor. Döner essen mit Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Darf man mit einer Histamin-Intoleranz Döner essen?

Zu „Hilfe bei Histamin-Intoleranz“ springen oder weiterlesen:

Wie viel Histamin steckt im Döner?

Für „Döner Kebab“ gibt es hierzulande zwei wesentliche Vorgaben: Die Drehspieße dürfen nur aus Rind-/Kalbfleisch oder Schaf-/Lammfleisch hergestellt werden und zu maximal 60% aus Hack bestehen. Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, sollte jedoch abgehangenes Rind- oder Schaffleisch und auch abgepacktes Hack eher meiden. Diese Fleischsorten enthalten oft sehr viel Histamin sowie andere biogene Amine, die den Histamin-Abbau verlangsamen.

Damit Döner mit Histamin-Intoleranz verträglich ist, darf er nur aus frischen Zutaten bestehen, wie frisch geschlachtetes Lamm- oder Kalbfleisch sowie Hack, das gerade erst frisch durch den Fleischwolf gedreht wurde. Beides ist in der Regel nicht der Fall bei einem herkömmlichen Dönerspieß.

Mehr zum Thema „Histamin und Fleisch“ erfährst du hier>

Neben Fleisch stecken im Döner auch noch jede Menge Gewürze und ggf. weitere Zutaten wie EierZwiebeln, Öl, MilchJoghurt, Paniermehl, Sojaeiweiß oder Erbsenstärke. Hinzu kommen Zusatzstoffe (z.B. Emulgatoren, Geschmacksverstärker oder Hefeextrakt), die bei einer Histamin-Intoleranz meist nicht so gut verträglich sind. Für die Kunden bleibt meist unklar, welche Zutaten genau im Döner enthalten sind, wie frisch das Fleisch ist und wie lange es bereits am Spieß vor sich hin gart. Daher ist Döner bei Histamin-Intoleranz nicht zu empfehlen.

Was kann ich im Kebab-Haus mit Histamin-Intoleranz essen?

Neben dem klassischen Döner sind auch einige weitere türkische Spezialitäten problematisch mit Histamin-Intoleranz, z.B. Sucuk (kräftig gewürzte Wurst aus Rind-, Lamm- oder Kalbsfleisch), Köfte (Hackfleischbällchen), Börek (mit Feta, Hackfleisch oder Spinat gefüllte Teigröllchen), Falafel (Kichererbsen-Bällchen) sowie Türkischer Tee oder Kaffee (Koffein).

Meist lässt sich aber dennoch etwas Verträgliches auf der Speisekarte finden: Man kann z.B. einen vegetarischen Dürüm-Wrap ausprobieren, der im Gegensatz zum Lahmacun („Türkische Pizza“) nicht mit einer Würzmischung aus Hackfleisch und Tomaten bestrichen wird. Eine weitere Alternative ist Fladenbrot (Pide) mit Salat (ohne Tomaten) und ggf. Tsatsiki und Schafskäse (wenn diese vertragen werden).

Für manche kann auch das Joghurtgetränk Ayran eine Option sein, hier ist aber die individuelle Verträglichkeit sehr unterschiedlich. Am besten man trinkt Wasser zu den Speisen, weil dies die Histaminfreisetzung verlangsamt.

Enthält Fleisch Histamin?

In frischem Fleisch steckt in der Regel kaum Histamin. Aber es enthält – wie Fisch oder Käse und andere eiweißreiche Speisen auch – besonders viel von der Aminosäure Histidin. Und man findet auf diesen Lebensmitteln auch praktisch immer Keime, die das Histidin (über das Enzym Histidindecarboxylase) in Histamin umwandeln können. Daher ist Fleisch für Menschen, die Histamin nicht ausreichend abbauen können, problematischer als z.B. Gemüse, auf dem diese Keime nicht oder nur in geringer Zahl vorkommen.

Um Fleisch zarter und haltbarer zu machen, lässt man es reifen, trocknen oder räuchern. Dabei entstehen aus den Eiweißbausteinen große Mengen an sogenannten biogenen Aminen. Diese blockieren bei der Verdauung das Enzym Diaminoxidase (DAO), das für den Abbau von Histamin zuständig ist. Deswegen leiden viele Betroffene nach dem Fleischverzehr an lästigen Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen, Ausschlägen oder Kopfweh.

Warum DAO bei einer Histamin-Intoleranz einnehmen? Erfahre mehr…

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Welches Fleisch ist histaminarm?

Frisches Fleisch oder auch ein normales, ein bis zwei Wochen abgehangenes Kalbs- oder Rindersteak ist in der Regel unproblematisch, solange es kurz gebraten ist, d.h. nicht länger als 20 Minuten erhitzt wurde. Dies gilt auch für Geflügel- oder Lammfleisch. Im Zweifelsfall ist Geflügel die beste Wahl, da es grundsätzlich bekömmlicher ist als rotes Fleisch.

Welche Fleischsorten sind histaminarm? Erfahre mehr…

Fleisch essen im Restaurant bei Histamin-Intoleranz – geht das?

Gerichte aus frischem Fleisch, das nur kurz erhitzt wurde, sind zwar in der Regel für Menschen mit einer Histamin-Intoleranz verträglich. Aber wie lässt sich dies beim „Essen gehen“ im Restaurant sicherstellen?

Wer im Restaurant isst, setzt sich gleich einer Reihe an potenziellen Gefahren aus: Die meisten Wirte lassen Beilagen, Soßen und andere Zutaten vorkochen, um hinterher viele Gäste gleichzeitig und schnell bedienen zu können. Das Aufwärmen und lange Warmhalten der Speisen ist bei einer Histamin-Intoleranz problematisch. Und auch jede Nachlässigkeit bei der Hygiene kann sich negativ auswirken. Aus diesen Gründen ist in Restaurants leider immer mit einer gewissen Histaminbelastung zu rechnen, ganz besonders bei Buffets. Grundsätzlich sollte man nur dort einkehren, wo viel Wert auf Sauberkeit und auf die Verwendung von frischen, hochwertigen Lebensmitteln gelegt wird.

Döner Kebap, Dönerspieß, Zeichnung, farbige Illustration (histaminta.de)

11 wichtige Tipps zu Döner & Fleisch bei Histamin-Intoleranz

  1. Döner Kebab besteht aus einer Vielzahl an Zutaten, von denen die meisten mit Histamin-Intoleranz nicht gut verträglich sind, z.B. Fleisch, Gewürze oder Zusatzstoffe. Welche Zutaten das genau sind, bleibt oft unklar, was bei einer Histamin-Unverträglichkeit natürlich ungünstig ist.
  2. Wer im Kebab-Haus einkehren will, sollte neben Döner auch auf Sucuk, Köfte, Börek, Lahmacun, Falafel sowie Türkischen Tee oder Kaffee (Koffein) verzichten.
  3. Verträglichere Alternativen zum Döner sind ein vegetarischer Dürüm-Wrap oder Fladenbrot mit Salat (ohne Tomaten) und ggf. Tsatsiki und Schafskäse (wenn diese vertragen werden).
  4. Grundsätzlich gilt bei Fleisch: Zartere Fleischsorten wie frisches Kalb- oder Lammfleisch, Huhn oder Pute sind deutlich besser verträglich als Wild-, Schaf- oder Rindfleisch. Bei der Zubereitung auf eine kurze Garzeit achten.
  5. Vorher enthaltsam: Wer sich vor dem Restaurantbesuch histaminarm ernährt und in der Nacht davor genug schläft bzw. regeneriert, verträgt mit höherer Wahrscheinlichkeit auch mal ein Glas Wein oder eine histaminhaltige Speise.
  6. Auf Qualität achten: Bei der Auswahl des Restaurants weniger auf die Preise schauen und mehr auf die Frische und Qualität. Vorsicht bei Billigangeboten – oft sind die Zutaten minderwertig und die Gerichte nur aufgewärmt vom Vortag.
  7. Klar und deutlich kommunizieren: Es ist wichtig, dem Personal zu sagen, was man sich wünscht, z.B. „den Salat ohne die Tomaten“ und „das Hähnchen pur und ohne Gewürze“ oder „keine Soße zum Gemüse dazu“.
  8. Zusatzstoffe checken: Im Restaurant reicht es aus, wenn die Funktionsklassen der Zusatzstoffe auf einem Schild oder der Karte vermerkt sind. z.B. „mit Farbstoff“, „mit Phosphat“, „geschwefelt“ oder „mit Süßstoff“. Für Betroffene, die auf bestimmte Zusatzstoffe reagieren, ist diese ungenaue Angabe unzureichend. Hier sollte man nachfragen, um welche Zusatzstoffe es sich genau handelt. Eine Übersicht mit Zusatzstoffen bei Histamin-Intoleranz findest du hier.
  9. Wasser als Antihistaminikum: Zwischendurch viel Wasser trinken, da Wasser die Freisetzung von Histamin verlangsamt.
  10. Notfallhelfer: Auf alles zu verzichten, macht trotz der guten Vorbereitung keinen Spaß. Etwas Genuss sollte schon sein. Deshalb ist es ratsam, Notfallhelfer wie DAOSiN* und Antihistaminika immer im Gepäck zu haben. Damit lassen sich die Symptome einer Histamin-Intoleranz verringern oder vermeiden, wenn ausnahmsweise histaminreiche Speisen auf den Teller kommen. Vitamin C ist ein natürliches Antihistaminikum und beschleunigt den Histamin-Abbau.
  11. Unsere Tipps zum Restaurantbesuch mit Histamin-Intoleranz findest du hier>

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

Angebot
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