Gummibärchen bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber]

Sie sind bunt, glänzend, und schmecken den Kleinen wie den Großen. Fruchtgummis und Gummibärchen sind die Nummer 3 im Süßwarenregal, gleich hinter Schokolade und Kaugummi. Aber wie verträglich sind Gummibärchen mit Histamin-Intoleranz, was steckt genau drin in dem zuckrigen Lebensmittel, und welche Alternativen gibt es?

Flache Komposition mit köstlichen Gummibärchen, Gummibärchen-Muster auf rosa Hintergrund, Panoramabild, Gummibärchen mit Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Fast jeder mag Gummibärchen – aber wie verträglich sind die Gummibonbons mit einer Histamin-Intoleranz?

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Aus welchen Zutaten bestehen Gummibärchen?

Es ist keine Überraschung: Hauptbestandteil von Gummibärchen ist Zucker, Traubenzucker (Dextrose) und Glukosesirup. Mehr als 15 Stücke Würfelzucker (46 Gramm) enthält eine kleine 100-Gramm-Tüte Gummibärchen. Hinzu kommen Wasser und Verdickungsmittel, meist Gelatine, die hierzulande aus den Knochen und der Haut von Schweinen gewonnen wird. Der hohe Wassergehalt der Gummibärchen in Verbindung mit dem Verdickungsmittel bringt die gummiartige Konsistenz. Für die glänzende Oberfläche sorgt eine Behandlung mit Bienenwachs und pflanzlichen Ölen. Farbe und Geschmack erhalten die Bärchen durch Fruchtsaftkonzentrate, Säuren und Aromen.

Sind Gummibärchen histaminarm?

Gummibärchen sind für Menschen mit Histamin-Intoleranz nicht gut verträglich. Denn sie können typische Symptome wie Bauchkrämpfe oder Hautrötungen auslösen. Das liegt vor allem an den zugesetzten Fruchtsäften, Säuren und Aromen. Die Fruchtsaftkonzentrate stammen aus Erdbeeren, Himbeeren oder Zitrusfrüchten wie Orange, Zitrone, Kiwi und Ananas. In diesen Früchten steckt zwar kaum Histamin, aber dafür sind andere biogene Amine enthalten. Biogene Amine werden – wie auch Histamin – vor allem über das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Dadurch entsteht eine Konkurrenzsituation um das histaminabbauende Enzym. Außerdem zählen Erdbeeren und Zitrusfrüchte zu den sogenannten Histaminliberatoren, die Histamin im Körper freisetzen können.

Auch die Verträglichkeit von Gelatine (E441) und Citronensäure (aus Schimmelpilz hergestellt) ist umstritten. Unter dem Begriff „Aroma“ kann sich alles Mögliche verstecken – oft nicht besonders gut verträglich.

Welche Süßigkeiten darf man essen mit Histamin-Intoleranz?

Natürlich kann man versuchen, Gummibärchen histaminarm selbst herzustellen. Zum Beispiel mit frischen oder tiefgekühlten dunklen Beeren, Xylit-Puder und Pektin als Geliermittel sowie etwas Wasser. Aber die Ergebnisse sind in der Regel nicht zufriedenstellend. Zum Glück gibt es Alternativen, die man mit Histamin-Intoleranz snacken kann:

Tipp: Am gesündesten ist natürlich frisches Obst, z.B. Äpfel, Trauben, Pfirsiche, dunkle Beeren, Honigmelonen oder Kaki. Auch manche Nüsse, Kerne oder Samen gelten als verträglich: z.B. Macadamia, Pistazien, Paranüsse (nur 2-3 täglich) oder Kürbiskerne.

5 Tipps zu Gummibärchen und Fruchtgummi bei Histamin-Intoleranz

  1. Obwohl Gummibärchen und viele andere Frucht- oder Weingummis inzwischen „ohne künstliche Farbstoffe“ hergestellt werden, sind sie für Betroffene mit Histamin-Intoleranz nicht gut verträglich.
  2. Problematisch sind vor allem die zugesetzten Fruchtsaftkonzentrate, Säuren und Aromen, durch die Gummibärchen und Co. ihre bunte Farbe und den fruchtigen Geschmack bekommen.
  3. Wenn es etwas Süßes sein soll, sind z.B. histaminarme Muffins, Weiße Schokolade, süßes Popcorn, Apfel- und Kokoschips oder Hafercrunchy (Bio, ohne Zusatzstoffe!) die verträglicheren Alternativen. Am gesündesten ist frisches Obst, z.B. Trauben, Pfirsiche, dunkle Beeren oder Honigmelonen.
  4. „Weingummi“ muss laut Zuckerwaren-Richtlinie tatsächlich unter Verwendung von echtem Wein hergestellt sein. Fertiges Weingummi aus der Tüte enthält aber keinen Alkohol mehr, weil sich dieser während des Herstellungsprozesses verflüchtigt.
  5. Wer auf Fleisch oder generell alle tierischen Produkte verzichten möchte, findet auch Fruchtgummi mit der Aufschrift „vegan“ oder „vegetarisch“, das modifizierte Stärke statt Gelatine enthält.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

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