Ob direkt vom Strauch, als Eiscreme, Kuchenbelag oder Konfitüre – mit ihrem feinen Aroma und dem saftig-süßen Geschmack sind Himbeeren eine der beliebtesten Obstsorten überhaupt. Aber wie verträglich sind Himbeeren mit Histamin-Intoleranz? Und was ist mit anderen Beeren und Früchten?

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Sind Himbeeren histaminfrei?
Himbeeren enthalten zwar nicht viel Histamin, aber sie gelten als Histaminliberatoren. Das sind Lebensmittel, die man bei Histamin-Intoleranz besser meiden sollte, weil sie die Ausschüttung von körpereigenem Histamin fördern und zu Symptomen wie Herzrasen, Kopfschmerzen oder Hautirritationen führen können.
DAO-Präparate können den Abbau von Histamin aus der Nahrung unterstützen. Bei Histaminliberatoren wie Himbeeren ist die Situation allerdings eine andere, da diese die körpereigene Histaminfreisetzung fördern können.
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Bei einer Histamin-Intoleranz kann die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Wer auf Himbeeren nicht ganz verzichten möchte, kann ausprobieren, ob er eventuell kleine Mengen der Beeren verträgt. Oder man steigt einfach auf eine der zahlreichen Alternativen um:
Welche Beeren sind verträglich mit Histamin-Intoleranz?
Die meisten Beeren sind gut verträglich mit Histamin-Intoleranz, dies gilt besonders für dunkle Sorten. Folgende Beerenfrüchte kann man ohne Bedenken in eine histaminarme Ernährung miteinbeziehen:
- Heidelbeere / Blaubeere
- Johannisbeere / Ribisel (rote und schwarze / Cassis)
- Brombeere
- Cranberry / Kranbeere
- Gojibeere (Bocksdornbeere, Wolfsbeere)
- Stachelbeere
- Jostabeere
- Preiselbeere / Kronsbeere
- Schwarzer Holunder
- Sanddorn
Welche Beerensorten gilt es zu meiden?
Unter den zahlreichen Beerensorten sind lediglich zwei, die man mit Histamin-Intoleranz meiden sollte. Leider handelt es sich dabei ausgerechnet um Erdbeeren und Himbeeren, die zu den beliebtesten Beerenfrüchten zählen. Beide gelten als Histaminliberatoren, die Histamin im Körper freisetzen können.

Ungeklärt ist bislang die Verträglichkeit von Maulbeeren, Apfelbeeren (Aronia), Loganbeeren (Kreuzung aus Brombeeren und Himbeeren) und Boysenbeeren (Kreuzung aus Brombeeren und Loganbeeren), die allerdings hauptsächlich in Nordamerika wachsen und hierzulande keine große Rolle spielen.
Welches Obst meiden bei Histamin-Intoleranz?
Einige Obstsorten sollten bei Histamin-Intoleranz gemieden werden, da sie entweder selbst Histamin enthalten oder dessen Freisetzung im Körper fördern. Dazu gehören:
- Ananas
- Bananen
- Avocados
- Zitrusfrüchte (Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruits, Limetten)
- Kiwi
- Erdbeeren, Himbeeren
- Trockenobst mit Schwefel (Rosinen, Feigen, Datteln)
- Birnen
- Papaya, Guaven
- Obstkonserven
- Außerdem: Meiste Nusssorten (Erdnüsse, Walnüsse, Cashews, Pekannüsse, Haselnüsse), Sonnenblumenkerne, Pinienkerne
Welche Alternativen zu Himbeeren gibt es in der Küche?
Himbeeren sind z.B. beliebt als Kuchenbelag oder Eiscreme. Möchte man das aromatische Beerenobst über die Saison hinaus genießen, kocht man es zu Konfitüre, Gelee oder Kompott ein. Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist oder Himbeeren nicht mag, kann z.B. folgende Obstsorten als Ersatz verwenden:
- Blaubeeren/Heidelbeeren: Ideal für Kuchenbelag, Eiscreme und Konfitüre. Rezept für Kokos-Heidelbeer-Eis am Stiel, vegan>
- Johannisbeeren: Perfekt für Gelee und Konfitüre.
- Kirschen: Lecker u.a. als Kompott oder im Kuchen. Rezept für Kirschkuchen, histaminarm>
- Äpfel: Sehr vielseitig für Kuchenbelag, Kompott und Gelee.
- Aprikosen/Pfirsiche: Geeignet z.B. als Kuchenbelag oder Kompott und Konfitüre.
Probiere doch mal unser Tassen-Grundrezept für Muffins aus! Die Muffins sind besonders lecker mit Apfelstückchen, Kirschen, Heidelbeeren oder Pfirsichen.
7 Tipps zu Himbeeren und anderen Beeren bei Histamin-Intoleranz
- Himbeeren zählen wie Erdbeeren zu den Histaminliberatoren, die Histamin im Körper freisetzen können. Daher kommen sie bei einer Histamin-Intoleranz eher weniger infrage, dies gilt auch für verarbeitete Produkte aus Himbeeren wie Süßspeisen, Müsli, Kompott oder Marmelade.
- Viele andere Beerensorten lassen sich aber sehr gut in eine histaminarme Ernährung integrieren. Hier erfährst du welche Beeren mit Histamin-Intoleranz verträglich sind.
- Beeren gelten als das gesündeste Obst überhaupt: Sie sind wahre Vitaminbomben, kalorienarm, enthalten weniger Fruchtzucker als andere Obstsorten und machen durch ihre Ballaststoffe länger satt als sehr wässriges Obst wie Melonen.
- Sommerbeeren schmecken am besten ganz frisch und sollten schnell verbraucht werden, da der Histamingehalt bei länger gelagerten Früchten ansteigen kann.
- Wichtig bei der Lagerung: Matschige Früchte sofort aussortieren und die Beeren nebeneinander (nicht übereinander) auf trockenes Küchenpapier legen. Beeren niemals in einem luftdichten Behälter aufbewahren, sonst beginnen sie schneller zu schimmeln.
- Im Gemüsefach des Kühlschranks halten empfindliche Beeren wie Brombeeren meist zwei bis drei Tage, Heidelbeeren bis zu 2 Wochen. Tiefgekühlt lassen sich Beeren mehrere Monate lagern. Dazu die Früchte waschen, trocknen und dann auf einem Teller im Tiefkühler 2-3 Stunden vorfrieren, damit die Beeren später nicht zusammenkleben.
- Aus den Beeren lassen sich mit dem passenden Mixer leckere Smoothies zaubern. Beeren eignen sich auch hervorragend als Zutat für Muffins (unser Tassen-Grundrezept für Muffins). Alternativen zu Himbeeren für Kuchen, Eis, Kompott oder Konfitüre findest du hier>
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Hilfe bei Histamin-Intoleranz
Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.
Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.
Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* oder Xtra-Fuel vegane DAO-Kapseln* enthalten dieses Enzym. Einige Betroffene berichten von einer Besserung ihrer Beschwerden durch DAO-Präparate.
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Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.
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