Mandelmilch (histaminarm) als Milchalternative [Rezept]

Mandelmilch ist laktosefrei, glutenfrei und – ohne Honig gesüßt – vegan. Zudem gilt Mandelmilch als histaminarm und als beste Alternative zur normalen Kuhmilch. Wichtig ist aber, dass man die Milch selbst herstellt. Und wie das ganz einfach geht, zeigt dieses Rezept.

Wir empfehlen dabei grundsätzlich Bio-Produkte zu verwenden, da sie nicht nur besser für die Umwelt sind, sondern auch den Körper nicht so stark mit Schadstoffen belasten. Schadstoffe werden u.a. über die Leber abgebaut, wodurch der Histamin-Abbau, der in der Leber durch das Enzym Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) stattfindet, gehemmt wird.

Glas Mandelmilch auf Holztisch mit frischen Mandeln dekoriert. Mandelmilch als Milchalternative bei Histamin-Intoleranz (histaminta.de)
Mandeln gelten bei Histamin-Intoleranz zwar als verträglich, aber nur in kleineren Mengen. Selbst gemachte Mandelmilch hingegen geht immer.

Zutaten / Materialien

Zubereitung (ca. 20 min)

  1. Mandeln in einem Sieb abspülen und ggf. schälen
  2. Mandeln zusammen mit Wasser 1 Minute im Hochleistungsmixer gut durchmixen
  3. Mandelmilch durch einen Nussmilchbeutel in eine Schüssel abgießen. Den Beutel gut auswringen
  4. Zur Mandelmilch eine Prise Salz geben und nach Wunsch mit Honig, Vanille, Zimt oder Kardamom verfeinern.
  5. Die Mandelmilch in eine Glasflasche abfüllen.
  6. Im Kühlschrank gelagert ist die Mandelmilch 2-3 Tage haltbar.

Tipp: Wenn ihr die Mandeln schälen wollt, hilft ein kurzes Einweichen in kochendes Wasser. Dazu die Mandeln in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und kurz stehen lassen. Die Schale lässt sich dadurch etwas einfacher abziehen. Die Mandeln können natürlich auch ungeschält benutzt werden. Dann sind die Mandelmilch und der -Trester optisch etwas dunkler.

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Sollten Mandeln vorher eingeweicht werden?

Es gibt die Theorie, dass Mandeln (oder Nüsse allgemein) über mehrere Stunden in Wasser eingeweicht werden sollen, damit Enzymhemmer, Phytinsäure und andere Anti-Nährstoffe abgebaut werden und die Verträglichkeit der Mandel erhöht wird. Forscher sind sich über die Nützlichkeit uneins. Diese Theorie wurde durch einige Studien wiederlegt, andere schwören weiterhin darauf. Wir empfehlen beide Versionen (einweichen/nicht einweichen) auszuprobieren, um für sich die beste Zubereitung herauszufinden.

Was mache ich mit dem Mandeltrester?

Nach dem Abgießen bleibt immer ein Trester übrig, den man wunderbar weiterverwenden kann. Einige werfen den Trester auf den Kompost. Dafür sind die Mandeln allerdings zu schade und auch zu teuer. Der Trester ist nichts weiter als Mandelmehl und passt hervorragend als Zutat in Backwaren.

Mandeln und Mandelmehl, Histamin-Intoleranz (histaminta.de)
Auch das übrig gebliebene Mandelmehl kann man noch vielseitig verwenden.

Soll das Mandelmehl gelagert werden, muss es vorher trocknen, da es sonst muffig wird. Dafür das Mandelmehl 2-3 Tage an der Luft trocknen lassen. An einen trockenen Ort stellen, nicht abdecken, da sonst die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Nach der vollständigen Trocknung in einem Gefäß geschlossen lagern.

Warum sollte man Mandelmilch selber machen?

Fertige Mandelmilch aus dem Supermarkt hat oft Zusatzstoffe, wie Johannesbrotkernmehl, die bei einer Histamin-Intoleranz nicht verträglich sind. Zudem ist der Mandel-Anteil in diesen Produkten schwindend gering. Gerade einmal 2-3 % Mandeln sind in der Milchalternative verarbeitet. Der Rest ist Wasser mit Zusätzen, um die Mandelmilch haltbarer zu machen.

Bei einer selbst hergestellten Mandelmilch kann man das Verhältnis von Mandeln und Wasser frei wählen und auf Zusätze verzichten. Zudem gibt es für eine histaminarme, gesunde Ernährung nichts besseres als ein frisch hergestelltes Produkt.

In diesem Sinne, guten Appetit! 😉

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.