Schwermetalle bei Histamin-Intoleranz [Ratgeber]

Hunderte Millionen Menschen weltweit leiden unter den Gesundheitsschäden durch Umweltgifte und Schwermetalle. Diese entstehen z.B. im Autoverkehr, der industriellen Produktion oder konventionellen Landwirtschaft und können sich auch auf deine Histamin-Intoleranz negativ auswirken. In diesem Beitrag unserer Rubrik Gut zu wissen erfährst du, wie du deinem Körper helfen kannst, mit diesen Belastungen zurecht zu kommen.

Industrieanlagen schädigen die Umwelt durch die Emission giftiger Gase in die Atmosphäre. Umweltgifte und Schwermetalle können auch eine Histamin-Intoleranz begünstigen und verstärken. (histaminta.de)
Welche Auswirkungen haben Umweltgifte, z.B. aus Industrieanlagen, auf deine Histamin-Intoleranz?

Zu unseren 15 Tipps zum „Entgiften“ springen oder hier weiterlesen:

Können giftige Schwermetalle eine Histamin-Intoleranz verstärken?

Jeder Mensch ist giftigen Schwermetallen und anderen Schadstoffen ausgesetzt: Chemikalien aus der Industrie, Blei und Palladium in Abgasen, Quecksilber in Amalgamzahnfüllungen oder fettreichen Raubfischen, Arsen in konventionellem Reis, Cadmium in konventionellem Getreide und Bitterschokolade, Aluminium im Deos, Pestizide auf Obst und Gemüse, Nitrat im Salat und Trinkwasser, Mikroplastik und Mineralöl in Kosmetik, usw… Viele dieser Gifte reichern sich im Körper an. Einige Organe fungieren als Schwermetalllager, z.B. das Knochengewebe für Blei und Cadmium, das Gehirn (Hypophyse) für Quecksilber.

Dies muss nicht gleich zu Problemen führen. Denn eine bestimmte Menge an Schwermetallen ist für den Körper ungefährlich, da sie durch unsere Entgiftungsorgane (Leber, Darm, Nieren, Galle, Blase, Haut, Lymphe) entsorgt werden. Ist unser Stoffwechsel jedoch überlastet, können sich Schwermetalle im Körper ansammeln und Beschwerden auslösen. Häufige Symptome einer chronischen Schwermetallbelastung (Frühstadium): abnehmende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, starkes Schwitzen, Gereiztheit, Haarausfall, gehäufte Infektanfälligkeit, allergische Erkrankungen, unreine Haut, Kopfschmerzen, Bluthochdruck sowie chronische Muskel- und Gelenkschmerzen.

Auch bei der Entstehung einer Histamin-Intoleranz können Schwermetalle und andere Umweltgifte eine gewichtige Rolle spielen, diese sogar begünstigen und die Symptome verstärken. Toxische Schwermetalle verdrängen z.B. Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Transportproteinen. Dadurch reduzieren sie Aufnahme von essentiellen Mikronährstoffen, die für die Bildung des wichtigen Histamin-Abbau-Enzyms Diaminoxidase (DAO) und andere Stoffwechselvorgänge benötigt werden. Und das ist nur ein relativ harmloses Beispiel dafür, wie Schwermetalle eine Histamin-Intoleranz und andere Beschwerden beeinflussen können. So erhöhen z.B. dauerhafte Belastungen mit Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber das Risiko für Entzündungs-, Krebs-, Herz-, Lungen- und neurologische Erkrankungen.

15 Tipps zum „Entgiften“ mit Histamin-Intoleranz?

Wie bereits erwähnt, verfügt unser Körper über eigene Entgiftungsorgane wie beispielsweise Leber, Darm, Nieren und Haut, die den Organismus von Schadstoffen befreien. Es braucht also in der Regel keine teuren Ausleitungen beim Heilpraktiker oder Detox-Produkte (zumal viele davon mit Histamin-Intoleranz gar nicht verträglich sind). Wir haben 15 Tipps für dich, wie du deinen Körper unterstützen kannst:

  1. Täglich bewegen: Bewegung regt die Durchblutung an und bringt einen ins Schwitzen. So kann die Haut mehr Giftstoffe durch die Poren nach außen transportieren. Und auch die Zellen erneuern sich schneller.
  2. Darmflora stärken: Über den Darm werden nicht nur Nährstoffe aufgenommen, sondern auch Schadstoffe ausgeschieden. Basis ist eine intakte Darmflora. Mithilfe von Probiotika und einer probiotischen Ernährung (z.B. Flohsamen, Leinsamen, Chicorée, Schwarzwurzeln, Topinambur) kann man eine gesundes Darmmikrobiom aufbauen. Probiotika mit Bakterienstämmen, die bei Histamin-Intoleranz geeignet sind, findest du hier>
  3. Leber schonen: Wer seine Leber in ihrer Funktion als Entgiftungsorgan unterstützen möchte, sollte sich viel bewegen, ausreichend schlafen und auf Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten und ungesunde Transfette (z.B. fetthaltige Backwaren und Frittiertes) verzichten. Hilfreiche Nahrungsmittel sind z.B. Bio-Haferflocken und histaminarme Samen/Kerne (Zink), Brokkoli, Kresse und Radieschen (Glucosinolate), Chicorée und Endiviensalat (Bitterstoffe) und Leinöl (Omega-3-Fettsäuren). Auch Leberwickel und Kaffee-Einläufe (z.B. mit Coffeewell Grüner Bio Kaffee* und einem Einlauf-Set*) können die Leberleistung steigern. Übrigens befindet sich in der Leber auch das zweitwichtigste Histamin-Abbau-Enzym, die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT).
  4. Lunge regenerieren: Unsere Nase und Lunge brauchen regelmäßig Urlaub von Feinstaubbelastungen. Beim Sport in der Natur oder bei ausgedehnten Waldspaziergängen können deine Atmungsorgane regenerieren und anschließend noch effektiver Schmutz abwehren.
  5. Lymphsystem in Schwung bringen: Durch die Lymphe werden sowohl Nährstoffe als auch Abfallstoffe transportiert. Gerät aber der Lymphfluss ins Stocken, liegt auch der Austausch der Stoffe brach. Die beste Unterstützung für unser Lymphsystem ist Bewegung und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Verzichten sollte man auf salzige Nahrungsmittel wie geräucherten Schinken, Wurst, Käse, Dosenfisch oder andere fertige Nahrungsmittel, die meist jede Menge „versteckte Salze“ enthalten.
  6. Viel stilles Wasser trinken: morgens und abends zusätzlich einen halben Liter stilles Wasser trinken. Denn Wasser wirkt als natürliches Antihistaminikum und kann dabei helfen, Entgiftungsprodukte aus dem Körper auszuspülen.
  7. Schädliche Genussmittel reduzieren: Auch wenn es manchmal schwerfällt: Auf Alkohol, Zigaretten (Nikotin) und Kaffee (Koffein) sollte man verzichten, beziehungsweise den Konsum deutlich reduzieren.
  8. Auf gesunde Ernährung achten: Viel pflanzliche und naturbelassene Lebensmittel essen, diese haben aufgrund ihrer Fülle an Ballast- und Mikronährstoffen reinigende Eigenschaften. Ergänzend können auch histaminarme Milchprodukte und Eier häufiger auf den Tisch kommen. Fleisch– und Fischprodukte sollten eher die Ausnahme sein. Sie können unsere Stoffwechselorgane (insbesondere Leber) belasten und viele davon sind ohnehin bei Histamin-Intoleranz problematisch.
  9. Mehr Bio-Produkte kaufen: Chemische Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind am ehesten vermeidbar, wenn wir unverarbeitete, pflanzliche Nahrung in Bio-Qualität zu uns nehmen. Biologisch angebaute Produkte haben auch den Vorteil, dass sie wenig bis keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) mehr enthalten. Gleichzeitig bieten sie eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen (Antioxidantien), die bei einer Histamin-Intoleranz wichtig sind.
  10. Selbst & frisch kochen: Nur wer selbst kocht mit frischen Zutaten, kann kontrollieren, was am Ende auf dem Teller landet. Um den Aufwand gering zu halten, sollte man sein Equipment in der Küche erweitern und z.B. in einen Pürierstab, Hochleistungsmixer, Spiralschneider und gute Messer investieren, mit denen die Zubereitung leicht von der Hand geht. Einen Überblick über die wichtigsten Küchengeräte findest du hier>
  11. Stress vermeiden: Histamin und Histamin-Intoleranz, Stress und Psyche bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Zu viel Histamin in der Nahrung und Dauerstress machen uns krank. Daher ist es wichtig, neben seiner Ernährung immer auch die mentale Gesundheit im Blick zu haben und den alltäglichen Stress auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Unsere 15 Tipps für ein stressreduziertes Leben findest du hier>
  12. Fette reduzieren: Eine Aufgabe der Leber ist der Fettstoffwechsel. Wenn du ungesunde Fette in deiner Ernährung reduzierst, kann deine Leber sich besser auf den Entgiftungsprozess fokussieren. Welche Fette ungesund sind und welche der Körper dringend braucht, erfährst du in unserem Beitrag über gesunde Speiseöle>
  13. Unterstützende Kräuter: Statt teure Detox-Tees zu kaufen, stelle dir lieber selber eine Kräutertee-Mischung zusammen und variiere die verschiedenen Kräuter. So profitierst du nicht nur von allen Heilwirkungen und Geschmäckern, sondern umgehst auch eventuelle Überdosierungen. Dafür eignen sich besonders gut Bitterkälter, wie Löwenzahnwurzel (hier findest du ein hochwertiges Produkt auf Amazon*), aber auch Mariendistel-Kraut* und Koriander. Auch Pfefferminze, Schafgarbe, Rosmarin und Salbei kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen so Entgiftungs- und Ausscheidungsvorgänge.
  14. Auf Mikronährstoffe achten: Achte darauf, ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu dir zu nehmen. Sie unterstützen deinen Organismus bei all seinen Aufgaben und dein Stoffwechsel kann optimal ablaufen. Für die Entgiftung ist besonders das Spurenelement Selen wichtig. Gute Selen-Quellen sind Fleisch (Huhn, frisch und ohne Haut), Fisch (Rotbarsch, fangfrisch oder schiffsgefroren) und Eier, Naturreis, Vollkorn-Haferflocken sowie Knoblauch, Paprika (grün), Endivien, Spargel und Feigen. Ernährst du dich pflanzlich, kannst du den Bedarf auch mit Leinsamen oder zwei Paranüssen täglich decken.
  15. Zeolith-Pulver einnehmen: Verkapseltes Zeolith-Pulver bindet Schwermetalle, andere Schadstoffe und auch Histamin (gut bei Histamin-Intoleranz!) im Darm und leitet sie aus dem Körper aus. Laut einer Studie soll Zeolith sogar den Histaminausstoß einiger Darmbakterien, z.B. E. Coli, unterdrücken können. Wir haben ein zertifiziertes, naturbelassenes Produkt verlinkt, das eine hohe Qualität bietet:

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Kann man Histamin ausleiten?

Histamin spielt bei der Abwehr unseres Immunsystems eine zentrale Rolle. Ganz ohne geht es also nicht. Einen Anstieg des Histaminspiegels kann der Körper normalerweise gut selbst in den Griff bekommen. Wer aber von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, hat die Fähigkeit zur Selbstregulation verloren. Sobald ein bestimmtes Maß an Histamin im Körper überschritten ist, kommt es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Durchfall, Schnupfen, Juckreiz oder Herzrasen.

Doch es gibt Mittel und Wege wie du deinen Histaminspiegel senken und damit auch den Histamin-Abbau unterstützen kannst:

  • Mikronährstoffe: Histamin wird im Darm, Niere und Plazenta von dem Enzym Diaminoxidase abgebaut. Für die Bildung der Diaminoxidase werden die Kofaktoren Vitamin B6, Vitamin C, Zink und Kupfer benötigt, die unterstützend als Vitaminpräparate eingenommen werden können. Als Mitspieler dürfen Mangan und Magnesium nicht fehlen: Mangan ist ein Bestandteil von Enzymen und Magnesium an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt.
  • Medikamente: DAOSin* und Antihistaminika immer dabeihaben, um die Symptome einer Histamin-Intoleranz zu verringern oder zu vermeiden.
  • Wasser: Histamin ist wasserlöslich, deshalb sollte man gerade bei einer Histamin-Intoleranz (besonders im Akutfall) viel stilles Wasser trinken. So wird überschüssiges Histamin aus dem Körper gespült. Wer morgens gleich nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen je 1/2 Liter stilles Wasser trinkt, unterstützt seinen Körper bei der nächtlichen Entgiftung über die Leber.
  • Atemübungen: Zu viel Stress hat einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit und unseren Histaminspiegel. Mithilfe von gezielten Atemübungen kannst du dein Stress-Level innerhalb von Sekunden herabsenken. Entsprechende Übungen findest du hier>
  • Spirulina: Die Mikroalge Spirulina kann hilfreich sein, wenn es um die Senkung des Histamin-Spiegels geht. Denn sie enthält eine Reihe an Kofaktoren für den Histamin-Abbau (Vitamin B6, Vitamin C, Zink, Kupfer sowie Magnesium). Zudem wirkt Spirulina mastzellstabilisierend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend. Spirulina hilft nicht nur bei Histamin-Intoleranz, die Mikroalge wird vor allem zur Entgiftung der Schwermetalle eingesetzt. Ein qualitativ hochwertiges Bio-Produkt findest du hier:

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Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

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  • Das magensaftresistente Nahrungsergänzungsmittel erhöht den DAO-Enzym-Gehalt im Dünndarm und hilft dem Körper dabei, Histamin abzubauen