Senf bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber mit Rezept]

Eine Bratwurst mit Senf sollte bei einer Histamin-Intoleranz eher selten auf dem Speisezettel stehen. Denn histaminreiche Lebensmittel, darunter auch viele Wurstsorten, sind in der Regel ziemlich schlecht verträglich. Aber was ist mit Senf an sich? Darf man ihn zum Würzen und Verfeinern von Gerichten verwenden, etwa für Soßen oder Marinaden?

Senf bei Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Senf bei Histamin-Intoleranz – verträgt sich das?

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Enthält Senf Histamin?

Senf hat nur einen geringen Histamin-Gehalt. Aber er zählt wie andere scharfe Gewürze als Histaminliberator. Das heißt, der Verzehr von Senf, Senfsamenpulver und Senfkörnern sorgt dafür, dass in Zellen gespeichertes Histamin freigesetzt wird. Vor allem auf besonders scharfe Gewürze wie Tabasco, Chili, Wasabi, scharfer Curry oder scharfe Paprika sollten Menschen mit einer Histamin-Intoleranz weitestgehend verzichten. Kopf- und Magenschmerzen, Kreislauf-Probleme oder Müdigkeit können sonst die Folge sein.

Allerdings: Nicht für jeden Menschen mit Histamin-Intoleranz sind Senfkörner das Problem. Meist hängt die Senf-Verträglichkeit eher von anderen Faktoren ab. Senf besteht im Groben aus Senfkörnern, Wasser, Zucker, Salz – und natürlich Essig. Herkömmlicher Essig, wie Balsamico-, Rotwein- oder Weißweinessig, sorgt häufig für Symptome. Besser verträglich sind in der Regel Apfelessig oder stark verdünnte Essig-Essenz.

Welcher Senf bei Histamin-Intoleranz?

Senf ist nicht gleich Senf. Man unterscheidet vier Sorten: süßer Senf, milder Senf, mittelscharfer Senf und scharfer Senf. Süßer Senf ist grundsätzlich weniger zu empfehlen, weil er eine wahrhafte Zuckerbombe ist. Süßer Hausmachersenf beispielsweise enthält rund 40 Prozent Zucker, bei mittelscharfem Senf sind es dagegen nur 1 bis 2 Prozent. Scharfer Senf sollte bei einer Histamin-Intoleranz möglichst auch nicht auf den Tisch kommen. Er wird aus Braunsenfsaat hergestellt. Somit entsteht beim Mahlen der Körner ein besonders scharfes Senföl – und scharfe Speisen gilt es bei einer Histamin-Unverträglichkeit eher zu meiden.

Wir verwenden in unserer Küche den Zwergenwiese Bio Feiner Senf*, der frei von Citronensäure (E330) und anderen Zusatzstoffen ist. Enthalten sind außer Wasser, Apfelessig und Senfkörnern lediglich Steinsalz, Ingwer, Nelke und Kurkuma.

Natürlich sollte man bei einer Histamin-Intoleranz keinesfalls Senf in Massen konsumieren, aber ein kleiner Klecks zur Verfeinerung von Soßen oder Gerichten ist oft kein Problem.

Senfkörner und Senföl bei Histamin-Intoleranz (histaminta.de)
Die in Senfkörnern enthaltenen Senföl-Glykoside helfen gegen Bakterien und Viren.

Wie gesund ist Senf wirklich?

Senf gilt nicht nur deshalb als gesund, weil er eine Reihe an Nährstoffen wie Vitamin B3, Magnesium und Selen mit sich bringt. In den enthaltenen Senfölen, die für den scharfen, mitunter brennenden Geschmack verantwortlich sind, stecken sogenannte Senföl-Glykoside. Senföl-Glykoside kommen auch in Meerrettich, Wasabi, Kresse, Kohl und in Heilpflanzen wie der Kapuzinerkresse vor. Zahlreiche Senföl-Glykoside helfen nachweislich gegen bestimmte Bakterien und Viren und werden deshalb als pflanzliche Arzneimittel u.a. zur Behandlung von Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt. Viele dieser Pflanzenstoffe wirken außerdem entzündungshemmend. Hier erfährst du mehr über die Struktur & Verwendung von Senföl-Glykosiden (Wikipedia).

3 hilfreiche Tipps zu Senf bei Histamin-Intoleranz

  1. Senf ist wie andere scharfe Gewürze (Tabasco, Chili, Wasabi, scharfer Curry, scharfe Paprika) nicht gut verträglich mit Histamin-Intoleranz, außerdem sorgt der enthaltene Essig für Probleme.
  2. Vor allem Scharfer Senf ist nicht zu empfehlen.
  3. Eine Alternative ist der milde Zwergenwiese Bio Feiner Senf*, der frei von Citronensäure (E330) und anderen Zusatzstoffen ist und lediglich Apfelessig (bei Histamin-Intoleranz gut verträglich) enthält.

Pepp Deinen Salat auf!

Viele Salatsoßen sind bei Histamin-Intoleranz nicht gut verträglich. Unser Rezept für ein histaminarmes Honig-Senf-Dressing ist DIE Alternative.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

Angebot
DAOSiN Tabl. mit DAO-Enzym, hochwirksam (60 Stk)
  • Mit dem Enzym DiAminOxidase: DAOSiN unterstützt den körpereigenen Abbau von Histamin mithilfe DiAminOxidase
  • Das magensaftresistente Nahrungsergänzungsmittel erhöht den DAO-Enzym-Gehalt im Dünndarm und hilft dem Körper dabei, Histamin abzubauen