Tee bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber & Liste]

Tee ist auf der ganzen Welt ein beliebtes Heißgetränk mit den verschiedensten Zubereitungsarten und Teezeremonien. Es gibt nichts Schöneres, als an kalten Tagen den Körper mit einem heißen Tee zu wärmen. Doch welche Teesorten kann man mit Histamin-Intoleranz genießen und welche solltest du lieber meiden?

Verschiedene Teekräuter, Teesorten auf Löffeln, ein Glas Tee und der Schriftzug "Histamin?". Welcher Tee ist verträglich mit Histamin-Intoleranz? Illustration (histaminta.de)
Welche Teesorten enthalten Histamin?

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Welche Teesorten sind histaminarm?

Auch mit einer Histamin-Intoleranz muss man auf Tee nicht verzichten. Die Auswahl an Teesorten ist so groß, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Viele Teesorten können einen positiven Einfluss auf unseren Körper haben: Die enthaltenen Kräuter wirken entzündungshemmend, entgiftend, verdauungs- und energiefördernd, stärken das Immunsystem, manche haben Einfluss auf unser Hormonsystem oder beruhigen uns in dynamischen Zeiten. Hier findest du eine Übersicht über die Wirkungsweisen der einzelnen Kräuter (von heilkraeuter.de).

Wie bei allen Lebensmitteln sollte man aber auch bei Tee auf die eigene Toleranzgrenze achten und neue Sorten zunächst in kleineren Mengen austesten.

Liste der histaminarmen Teesorten:

  • Frauenmantelkraut
  • Hibiskus
  • Holunderblüte
  • Ingwer
  • Kamille
  • Lavendel
  • Lindenblüten
  • Lorbeerblätter
  • Löwenzahnkraut
  • Melisse
  • Moringa
  • Olivenblätter
  • Passionsblume
  • Petersilie
  • Pfefferminze
  • Roter und grüner Rooibos
  • Salbei
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Tulsi-Tee (heiliges Basilikum)
  • Verveine (=Eisenkraut)
  • Zistrose
  • Zitronengras

Einige dieser Teesorten gibt es abgepackt im Supermarkt. Aber man kann sich auch die getrockneten Kräuter oder Blüten im Teeladen oder übers Internet besorgen und dann in kleinen Portionen mit warmem Wasser aufgießen. Was bei der Tee-Zubereitung zu beachtet ist, erfährst du hier>

Wer die Kräuter lose kauft, kann einfacher verträgliche Sorten auswählen und unerwünschte Zusätze vermeiden. Generell sollte man bei Teegenuss auf Bio-Qualität achten. Mehr dazu erfährst du hier>

Azafran Bio-Pfefferminztee, 250g

  • 250 Gramm getrocknete, lose Pfefferminzblätter
  • 100% kontrolliert ökologischer Anbau
  • vegan, ohne Zusatzstoffe

Histaminikus Bio-Wohlfühltee, 60g

  • Harmonisch ausgewogene Kräuterteemischung aus Lindenblüten, Holunderblüten, Kamillenblüten, Rooibos grün, Lavendelblüten, Melissen- und Brombeerblättern
  • 100% kontrolliert ökologischer Anbau
  • histaminarm, glutenfrei, vegan

Tee als natürliches Antihistaminikum

Einige Teesorten haben eine positive Wirkung auf den Histamin-Abbau im Körper und fördern diesen. Andere wiederum enthalten Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), die eine Histamin-Freisetzung aus Mastzellen verringern. Histaminsenkende Teesorten sind z.B.:

  • Hibiskus
  • Ingwer
  • Kamille
  • Pfefferminze
  • Grüner Rooibos
  • Tulsi (heiliges Basilikum)
  • Zistrose

Tipp: Etwas Kurkuma zum Tee hinzufügen. Kurkuma lindert nicht nur die Entzündungen im Körper, sondern hemmt auch die Histamin-Freisetzung aus Mastzellen.

Achterhof Bio-Hibiskustee, 1000g

  • 1000 Gramm getrocknete Hibiskusblüten
  • 100% kontrolliert ökologischer Anbau, vegan, ohne Zusatzstoffe
  • auch geeignet als Zusatz von Süßspeisen oder Salaten

Achterhof Bio-Kamillentee, 250g

  • 250 Gramm getrocknete, ganze Kamillenblüten
  • 100% kontrolliert ökologischer Anbau
  • vegan, ohne Zusatzstoffe

Ingwer bei Histamin-Intoleranz?

Ingwer gilt als gesundheitsförderndes Gewürz und hat viele Wirkstoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Die wichtigsten biologisch aktiven Bestandteile von Ingwer sind Gingerole und Shogaole, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Zudem enthält Ingwer Quercetin, was nachweislich eine histaminsenkende Wirkung hat. Mehr zu Quercetin bei Histamin-Intoleranz findest du hier>

Ingwer enthält ein wenig Histamin, ist aber bei Histamin-Intoleranz meistens verträglich. Allerdings sollte man nicht zuviel davon konsumieren, da jeder sehr individuell auf verschiedene Lebensmittel reagiert und seine eigene persönliche Toleranzgrenze hat.

Ingwertee gibt es abgepackt im Supermarkt zu kaufen. Von den Inhaltsstoffen profitiert man allerdings am meisten, wenn man den Ingwertee frisch herstellt. Das gelingt ganz einfach:

  1. Frischen Ingwer (ca. 2-3 Zentimeter) schälen und in dünne Scheiben schneiden oder grob reiben
  2. Etwa 2 Tassen Wasser zum Kochen bringen. Die Wassermenge kann je nach gewünschter Stärke des Tees angepasst werden.
  3. Den vorbereiteten Ingwer in das kochende Wasser geben und 10-15 Minuten köcheln lassen.
  4. Das Wasser durch ein Sieb oder Teefilter abgießen und in einem Gefäß auffangen. Wer einen intensiveren Geschmack will, kann den Tee samt Ingwerscheiben auch direkt in eine Tasse geben.

Welche Teesorten sollte man besser meiden?

Koffeinhaltige Teesorten wie Schwarzer oder Grüner Tee sind Tabu mit Histamin-Intoleranz. Koffein hemmt die Diaminoxidase, wodurch Histamin im Körper unzureichend abgebaut wird. Zudem fördert Koffein die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen.

Auch Hagebutten-Tee und andere Früchtetees aus unverträglichen Obstsorten sollten vermieden werden. Diese gelten als Histaminliberatoren und können zu Unverträglichkeitssymptomen führen. Welche Obstsorten unverträglich sind, erfährst du hier>

Mate- und Brennesseltee enthalten von Natur aus Histamin und sind bei einer Histamin-Intoleranz eine schlechte Wahl.

Bei fertigen Teemischungen sollte man sich die Zusammensetzung genau anschauen. Es können Zutaten enthalten sein, die bei einer Histamin-Intoleranz unverträglich sind.

Ist Zitrone im Tee bei Histamin-Intoleranz verträglich?

Zitronen gelten als gute Vitamin-C-Quelle, und deren Saft wird gerne bei Erkältung im Tee oder als Energie-Booster am Morgen im warmen Wasser getrunken. Aber können Betroffene mit einer Histamin-Intoleranz Zitronen bedenkenlos konsumieren?

Die Antwort lautet leider nein. Denn Zitronen gelten als histaminhaltiges Obst und als Histaminliberatoren. Daher kommen Zitronen im Tee für die meisten Menschen mit einer Histamin-Intoleranz nicht in Frage. Wie anderen Lebensmitteln auch, ist die Histaminmenge abhängig vom Reifegrad der Zitrone. Umso Reifer die Zitrone ist, desto höher ist der Histamingehalt.

Tasse Tee mit Zitronenscheibe darin. Zitrone im Tee bei Histamin-Intoleranz - geht das? (histaminta.de)
Tee lieber ohne Zitrone genießen.

Es kommt aber immer auf die eigene Toleranzgrenze an. Manche Betroffene können frischen Zitronensaft problemlos trinken, andere bekommen schon bei den kleinsten Mengen Unverträglichkeitssymptome, wie Kopf- und Bauchschmerzen. Zitronensaft sollte daher in kleinen Mengen ausgetestet werden. Dies gilt auch beim Abrieb der Zitronenschale, die oft als Verfeinerung von Koch- und Backgerichten verwendet wird. Hier empfiehlt es sich, auf Zitronen in Bio-Qualität zurückzugreifen, da konventionelle Zitronen mit Pestiziden belastet sind.

Sollten schon bei kleinen Mengen Symptome auftreten, ist es am besten, Zitronen ganz zu vermeiden.
Zitronen werden auch in Fertigprodukten und Getränken verwendet. Daher sollte man beim Kauf von abgepackten Lebensmitteln immer die Zutatenliste beachten.

Warum lieber Tee in Bio-Qualität?

Im konventionellen Tee-Anbau werden häufig künstlicher Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese sichern zwar den Ertrag, bleiben aber auf der Teepflanze und verunreinigen diese, was wiederum die Qualität und den Geschmack des Tees negativ beeinflusst.

In den Ländern, wo Tee hauptsächlich angebaut wird, gibt es oftmals keine Richtlinien, die den Einsatz von Pestiziden regeln. So dürfen in diesen Ländern besonders giftige Pestizide wie DDT, Lindan, Hexan und Benzole eingesetzt werden, die in Deutschland bereits seit vielen Jahren verboten sind.

Diese Pestizide sind nicht nur auf den Teepflanzen und im fertigen Produkt zu finden, sondern verbleiben in der Umwelt, da sie biologisch nicht abbaubar sind.

Wird nun der belastete Tee konsumiert, gelangen Teile der Pestizide in das Teewasser und von dort aus in den Körper. Da die Entgiftung des Körpers u.a. über Leber und Darm stattfindet, werden diese durch die Pestizide zusätzlich belastet. Das wiederum ist bei einer Histamin-Intoleranz nicht vorteilhaft, da in Leber und Darm Histamin durch die Histamin-N-Methyltransferase (Leber) und Diaminoxidase (Darm) abgebaut wird.

Eine überlastete Leber sowie ein überlasteter Darm können eine mögliche Ursache einer Histamin-Intoleranz sein. Daher ist es zu empfehlen, bei einer Histamin-intoleranz oder anderen Unverträglichkeiten auf Bio-Qualität zu setzen, um zusätzliche Belastungen des Körpers durch Schadstoffe zu vermeiden.

Was muss ich beim Teekochen beachten?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Kräutertees unbedingt mit sprudelnd kochendem Wasser zu übergießen. In manchen Fällen können sich Keime wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze in Teesorten befinden, die sich nur durch ausreichendes Erhitzen abtöten lassen. Vor allem bei der Teezubereitung für Säuglinge und Kleinkinder sowie kranke Menschen können keimbelastete Kräutertees zu einem Gesundheitsrisiko werden.

Auch sollten Tees nicht über mehrere Stunden ziehen, da mögliche Pilz-Sporen sich auch nicht durch sprudelnd kochendes Wasser abtöten lassen und diese in den Stunden auskeimen können (zum Artikel des Bundesinstitutes für Risikobewertung>).

Warum sollte man nicht zu viel Tee trinken?

Einige Pflanzen enthalten von Natur aus Pyrrolizidinalkaloide (kurz PA), die der Pflanze als Fraßschutz vor Tieren dienen sollen. Bisher sind mehr als 660 verschiedene PA bekannt. Diese Pflanzeninhaltsstoffe sind auch für den Menschen schädlich und können bei regelmäßigem Verzehr krebserregend sein und bei Aufnahme von höheren Dosen zu Leberschäden (Leberzirrhose) führen.

Pyrrolizidinalkaloide können durch das miternten von PA-haltigen Pflanzenteilen und Samen (Unkraut) in Tees gelangen. Geeignete Maßnahmen zur Vermeidung sind die Sorgfalt beim Anbau und der Ernte von Teekräutern. Die PA-Gehalte im Tee schwanken jedoch sehr stark und variieren je nach Hersteller. Daher sollten Tee-Liebhaber bei den Teesorten und Herstellern variieren, um mögliche körperliche Belastungen durch Pyrrolizidinalkaloide zu vermeiden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht von keiner akuten Gesundheitsgefahr aus, empfiehlt aber, nicht ausschließlich Tees zu trinken, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Glas Wasser mit der Aufschrift "Hey, drink Water!" (histaminta.de)
Wasser ist die beste Alternative.

Es muss nicht immer Tee sein…

Um seinen Wasserhaushalt aufzufüllen, ist stilles Wasser immer noch die beste Alternative. Schließlich besteht unser Körper zu mehr als 50 Prozent aus Wasser. Empfohlen wird, direkt nach dem Aufstehen mindestens ein bis zwei Gläser Wasser zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen.

Doch nicht jeder kann kaltes Wasser gut auf nüchternen Magen zu sich nehmen. Wasser darf auch gerne warm getrunken werden, was nicht nur eine tolle Alternative zu Tee oder Kaffee ist, sondern auch positive Eigenschaften auf den Körper hat:

  • Der Stoffwechsel und die Verdauung werden angeregt, da sich durch das warme Wasser Blutgefäße im Körper ausdehnen, was Stoffwechselvorgänge aktiviert
  • Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist warmes Wasser perfekt, um den Körper zu entgiften, da es Schadstoffe im Körper besser löst
  • Warmes Wasser hilft, Schmerzen (wie Bauch- und Kopfweh) zu lindern
  • Die wohltuende Wärme hilft, in anspruchsvollen Phasen Stress zu reduzieren
  • Es unterstützt beim Abnehmen, da es den Stoffwechsel erhöht und für ein kurzzeitiges Völlegefühl im Magen sorgt, was die Anzahl der Zwischenmahlzeiten reduziert.

Wer viel Wasser trinkt, kann davon gerade bei einer Histamin-Intoleranz sehr davon profitieren. Denn Histamin ist wasserlöslich und wird durch den vermehrten Harndrang häufiger ausgeschieden. Dies wiederum lindert die Unverträglichkeitssymptome oder kann sie sogar verhindern.

7 Tipps zu Tee bei Histamin-Intoleranz

  1. Nicht jeder Tee ist bei einer Histamin-Intoleranz verträglich, welche Sorten gemieden werden sollten, kannst du hier nachlesen>
  2. Es gibt Teesorten die eine histaminsenkende Wirkung haben, z.B. Hibiskus, Kamille, Pfefferminze, Grüner Rooibos oder Zistrose.
  3. Ingwer sollte bei einer Histamin-Intoleranz in kleinen Mengen ausgetestet werden, Zitrone im Tee ist in den meisten Fällen nicht gut verträglich.
  4. Bei Tee auf Bio-Qualität achten, da Bio-Kräuter nicht mit künstlichem Dünger und chemischen Pestiziden behandelt werden, die Leber und Darm zusätzlich belasten.
  5. Tee immer mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen, um evtl. vorhandene Keime abzutöten, außerdem sollte man Tee nicht über mehrere Stunden ziehen lassen.
  6. Ein zu hoher Teekonsum ist nicht zu empfehlen, da Teesorten mit Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein können, die in hohen Dosen gesundheitsgefährdend sind.
  7. Warmes Wasser ist eine gute Alternative zu Tee (oder zu Kaffee) und hat einen gesundheitsfördernden Effekt auf unseren Körper. Wasser wirkt zudem als natürliches Antihistaminikum, da es die Freisetzung von Histamin verlangsamt.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

Angebot
DAOSiN Tabl. mit DAO-Enzym, hochwirksam (60 Stk)
  • Mit dem Enzym DiAminOxidase: DAOSiN unterstützt den körpereigenen Abbau von Histamin mithilfe DiAminOxidase
  • Das magensaftresistente Nahrungsergänzungsmittel erhöht den DAO-Enzym-Gehalt im Dünndarm und hilft dem Körper dabei, Histamin abzubauen