Wasser bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber]

Wasser ist der „Quell des Lebens“. Menschen bestehen, abhängig vom Alter, zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser und brauchen es, so wie sie Sauerstoff brauchen. Auch bei Krankheiten und Allergien sollte man viel Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen oder die Schleimhäute zu befeuchten. Bei einer Histamin-Intoleranz und einem „Histamin-Schock“ kann Wasser eine effektive Erste-Hilfe-Maßnahme sein. Aber nicht jedes Wasser ist mit Histamin-Intoleranz gut verträglich.

Lächelnder alter asiatischer Mann mit einem Glas Wasser in der Hand. Wasser bei Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Täglich ein paar Gläser stilles Wasser sorgen dafür, dass sich der Organismus auch im hohen Alter noch gut selbst regeneriert.

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Warum ist Wasser so wichtig bei Histamin-Intoleranz?

Wasser ist das beste natürliche Antihistaminikum. Wasser trinken hilft, Histamin schneller abzubauen. Denn Histamin ist wasserlöslich. Deshalb sollte man gerade bei einer Histamin-Intoleranz, vor allem im Akutfall, viel stilles Wasser trinken.

Wer hingegen zu wenig trinkt, ermuntert seinen Körper zur Histaminproduktion. Denn Histamin dient auch als Regler für den Wasserstoffwechsel und die Verteilung des Wassers im Körper. Daher kann ein erhöhter Histaminspiegel mit Wassermangel zusammenhängen.

Es gibt aber noch zahlreiche weitere Gründe, ausreichend Wasser zu trinken:

  • Wasser ist als Baustoff wichtigster Bestandteil aller Körperzellen und Körperflüssigkeiten.
  • Wasser ist essentiell, um den Körper gut mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.
  • Trinken stärkt unsere Leistungsfähigkeit, Konzentration und Ausdauer.
  • Wasser treibt unsere Nieren an, die etwa 300-mal täglich unser Blut reinigen. Dadurch werden wertlose und schädliche Abfälle herausgefiltert und über den Harn abgegeben.
  • Wasser ist ein wichtiges Kühlmittel für den Körper, bei Hitze und bei Sport.
  • Wasser regt unseren Stoffwechsel an, glättet unsere Haut und hemmt den Appetit.

Ohne regelmäßigen Nachschub an Wasser ist unser Körper nicht voll funktionsfähig. Zu wenig Wasser in der Ernährung verschlechtert die Fließeigenschaften des Blutes, das Herz muss immer stärker arbeiten, um das Blut durch die Adern zu pumpen. Abbauprodukte können nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden, Muskeln und Gehirn werden nicht optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Müdigkeit, Leistungsschwäche, Kopf- und Gelenkschmerzen sind die Folgen.

Deshalb sollten wir alle genug Wasser trinken! Welche Menge als ausreichend gilt, erfährst du hier>

Welches Wasser sollte ich trinken mit Histamin-Intoleranz?

Nicht jedes Wasser ist gleich gut verträglich mit einer Histamin-Intoleranz. Bei der Auswahl des richtigen Wassers sind ein paar wichtige Dinge zu beachten:

  1. Stille Mineralwasser sind besser verträglich als stark kohlensäurehaltige Mineralwasser, mehr dazu erfährst du hier>
  2. Achte auf ein ausgewogenes Mineralstoffverhältnis, ein Verhältnis von Calcium zu Magnesium von 2:1 gilt als optimal, gerade Magnesium kann hilfreich sein, da es den Histaminabbau unterstützt.
  3. Außerdem ist es ratsam, bei einer Histamin-Intoleranz auf den Sulfatgehalt des Wassers (höchstens 20 mg/l, ideal: <10 mg/l) zu achten, was genau dahintersteckt, erfährst du hier>
  4. Auch der Nitratgehalt sollte möglichst niedrig sein und den Grenzwert aus der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter (mg/l) nicht annähernd ausschöpfen.

Nicht an jedem Standort ist die Trinkwasserqualität optimal (am besten beim Wasserwerk nachfragen!). Wir haben z.B. hohe Nitratwerte im Trinkwasser, diese liegen sehr nahe am gesetzlichen Grenzwert.

Deshalb haben wir uns eine Wasserfilter-Kanne angeschafft. Diese reduziert auch andere Schadstoffe wie Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel, Arzneimittel, Kalk. Blei und Kupfer können z.B. ein Problem sein, wenn im Haus alte Bleileitungen oder neue Kupferrohre verlegt sind. Auch Kaffee– und Espressomaschinen können Blei freisetzen. Sehr praktisch ist unserer Meinung nach der Wasserfilter von Lotus Vita, weil dieser das Wasser nicht nur filtert, sondern es auch noch (mithilfe von Mineral-Keramiken) mit wichtigen Mineralien wie Magnesium und Calcium anreichert. Außerdem schmeckt uns das gereinigte Wasser deutlich besser.

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Warum keine Kohlensäure bei Histamin-Intoleranz?

Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, sollte möglichst wenig kohlensäurehaltige Getränke konsumieren. Dies hat vor allem zwei Gründe:

  1. Kohlensäure fördert die Durchblutung der Darmschleimhaut und erhöht somit die Histaminfreisetzung aus dem Mastzellen.
  2. Durch die Kohlensäure kommt vermehrt Luft in den Verdauungstrakt, was die ohnehin schon bestehenden Verdauungsprobleme (Blähbauch, Blähungen, Aufstoßen, usw.) noch verstärkt.

Daher sind kohlensäurearme Wasser mit der Bezeichnung „still“, „naturell“ oder „sanft“ und auch einige Heilwasser in der Regel bekömmlicher als stark kohlensäurehaltige Sorten („Classic“, „spritzig“). Auch „medium“ Wasser ist oft nicht gut geeignet mit Histamin-Intoleranz.

Sulfat im Wasser mit Histamin-Intoleranz?

Der Sulfatgehalt im Wasser sollte bei Histamin-Intoleranz niedrig sein. Sulfat ist eine Schwefelverbindung und im Körper wichtig für den Aufbau von Proteinen. Diese sind notwendig für das Wachstum und die Festigung der Knorpelsubstanz sowie von Haut, Haaren und Nägeln. Sulfat regt allerdings auch den Gallefluss an und wirkt verdauungsfördernd, was bei einer mit Histamin-Intoleranz oft bestehenden Durchfall-Symptomatik kontraproduktiv ist.

Beim Wasserkauf sollte man darauf achten, dass der Sulfat-/Sulfitgehalt möglichst gering ist. Mehr als 20 mg/l sollten es nicht sein, ideal sind unter 10 mg/l. Einige Wassermarken aus dem Supermarkt oder Discounter sind sulfatarm (Etikett checken!), z.B. Volvic. Die Verträglichkeit kann hier sehr individuell sein, daher ist es sinnvoll, mehrere Mineralwässer auszuprobieren. Den Sulfatwert für das Trinkwasser kann man beim örtlichen Wasseranbieter nachfragen oder auf dessen Webseite einsehen.

Es besteht übrigens kein Grund zu Sorge, dass man mit einem sulfatarmen Wasser einen Mangel entwickelt. Denn auch in vielen anderen Lebensmitteln wie Äpfeln, Aprikosen, Datteln, Broccoli, Zwiebeln und Hartweizen-Nudeln ist Sulfat enthalten.

Sulfatmoleküle können leider nicht durch Kohlefilter ausgefiltert werden, sondern nur durch Osmosefilter, die allerdings in der Anschaffung etwas teurer sind. Eine hochwertige Osmoseanlage findest du z.B. bei Amazon:

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Wie viel Wasser sollte man täglich trinken?

Damit unser Körper gut funktionieren kann, benötigen wir täglich 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Menge erreicht allerdings rund die Hälfte der Deutschen nicht. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Mit zunehmendem Alter nimmt z.B. das Durstgefühl ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät deshalb, das Durstgefühl erst gar nicht entstehen zu lassen und regelmäßig, über den Tag verteilt, mindestens 1,5 Liter zu trinken. Hier findest du die DGE-Referenzwerte für die Wasserzufuhr>

Manchmal benötigt man sogar mehr Wasser: An heißen Tagen, bei Diäten, bei Magen-Darm-Erkrankungen, beim Sport oder bei anstrengender Arbeit verlieren wir zusätzlich Flüssigkeit und müssen häufiger trinken. Besonders für Kleinkinder, ältere Menschen, Stillende, Sportler und Schlaganfall-Patienten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Auch salzhaltige Speisen können den Flüssigkeitsbedarf erhöhen.

Menschen mit Histamin-Intoleranz trinken am besten über den Tag verteilt zwischen den Mahlzeiten stilles Wasser. So lässt sich ganz natürlich der Histaminspiegel senken. Darüber hinaus sollte man morgens und abends jeweils einen halben Liter stilles Wasser trinken. Dies hilft, Entgiftungsprodukte aus dem Körper auszuspülen und den Wasserverlust in der Nacht (durch Atmung, Schweiß) auszugleichen.

Welche Getränke kann man bei Histamin-Intoleranz trinken?

Es gibt eine ganze Reihe an Getränken, die man mit einer Histamin-Intoleranz eher meiden sollte, weil sie z.B. das Histamin-Abbau-Enzym Diaminoxidase (DAO) blockieren können:

  • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wie Schwarzer Tee, Grüner Tee, Mate-Tee oder Energydrinks
  • Alkohol (insbesondere Hefeweizen-Bier, Rotwein, Sekt, Champagner, Punsch)
  • Kakao
  • Stark kohlensäurehaltige Wasser
  • Brennesseltee
  • Säfte mit unverträglichen Zutaten, z.B. Orangensaft, Ananas-, Multivitamin- oder Tomatensaft

Zum Glück gibt es Alternativen, die meist verträglich sind mit Histamin-Intoleranz:

Was senkt Histamin schnell?

Am besten ist der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome abzuschwächen. Doch im Alltag ist dies nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern. Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.

Darüber hinaus sollte man über den Tag verteilt viel stilles Wasser trinken – Wasser ist ein natürliches Antihistaminikum. Neben Wasser kann auch Vitamin C den Histaminspiegel deutlich senken und die Beschwerdesymptome verbessern.

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

9 wichtige Tipps zu Wasser bei Histamin-Intoleranz

  1. Stilles Wasser trinken hilft im Akutfall, z.B. bei einem Histamin-Schock, Histamin schnell aus dem Körper zu befördern.
  2. Nach dem Konsum von Alkohol oder dem Verzehr histaminreicher Speisen mehr Wasser trinken als sonst!
  3. Wasser mit wenig Kohlensäure (stilles Wasser) und geringem Sulfatgehalt (<20 mg/l) sind besser verträglich bei Histamin-Intoleranz (Sulfatgehalt auf Etikett checken bzw. beim Trinkwasserversorger nachfragen!).
  4. Destilliertes Wasser ist nicht gesund, da es keinerlei Mineralstoffe enthält.
  5. Wasser ist wichtig, um den Körper gut mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, Trinken stärkt unsere Leistungsfähigkeit, Konzentration und Ausdauer.
  6. Wasser ist auch ein wichtiges Kühlmittel für den Körper, bei Hitze und bei Sport.
  7. Trinke mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag bzw. etwa 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht.
  8. An heißen Tagen, bei Diäten, bei Magen-Darm-Erkrankungen, beim Sport oder bei anstrengender Arbeit, chronischer Müdigkeit und Konzentrationsschwäche mehr Wasser trinken.
  9. Bei Heißhunger auf Süßes erst einmal Wasser trinken.
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