Wassermelonen bei Histamin-Intoleranz? [Ratgeber]

Wassermelonen und Zuckermelonen sind ein erfrischender Sommergenuss und noch dazu ein gesundes Lebensmittel, doch wie verträglich sind die süßen Kürbisgewächse bei einer Histamin-Intoleranz?

Lustiges junges Mädchen mit einer großen Wassermelone in der Hand, lustige Gesicht, große Emotionen. Wassermelone bei Histamin-Intoleranz? (histaminta.de)
Darf man mit Histamin-Intoleranz Wassermelonen und Zuckermelonen naschen?

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Enthält eine Wassermelone oder Honigmelone Histamin?

Obwohl Melonen süß wie Obst schmecken, sind sie botanisch gesehen ein Gemüse, genauer gesagt ein Kürbisgewächs. Für Menschen mit Histamin-Intoleranz ist das ein gutes Zeichen, denn Kürbisse gelten als gut verträglich. Und auch Zuckermelonen, z.B. Honigmelonen, Galia- oder Cantaloupe-Melonen, lassen sich in der Regel gut in eine histaminarme Ernährung integrieren. Bei Wassermelonen ist man sich nicht ganz sicher, die Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI) stuft die Verträglichkeit mit „1“ ein, was so viel heißt wie „Mäßig verträglich, geringfügige Symptome, gelegentlicher Konsum kleiner Mengen wird oft toleriert“. Weil der Verdacht besteht, dass die Wassermelone als Histaminliberator agiert, sollte man zunächst kleinere Mengen vorsichtig austesten.

Tipp: Nach dem Verzehr von Melonen kann es unter Umständen zu Symptomen kommen, wenn das Fruchtgemüse zuvor stark mit Pflanzenschutzmitteln oder anderen Schadstoffen behandelt worden ist oder nicht mehr ganz frisch ist. Daher sollte man Melonen in Bio-Qualität kaufen und schnell verzehren. Einmal angeschnitten, sind Melonen kühl zu lagern und rasch aufzubrauchen.

Welches Obst meiden bei Histamin-Intoleranz?

Einige Obstsorten sollten bei Histamin-Intoleranz gemieden werden, da sie entweder selbst Histamin enthalten oder dessen Freisetzung im Körper fördern. Dazu gehören:

Wie gesund sind Melonen?

Weil so viel Wasser drinsteckt (90-95 Prozent Wasseranteil), gelten Wassermelonen als idealer Sommersnack und Durstlöscher für Figurbewusste. Zudem enthalten sie nur 30 Kalorien und 6 Gramm Zucker pro 100 Gramm Frucht. Auch Honig-, Galia- oder Cantaloupe-Melonen, die seltsamerweise Zuckermelonen genannt werden, enthalten relativ wenig Zucker (im Schnitt 8 Gramm Zucker bei 34 Kalorien). Zum Vergleich: Bananen kommen auf etwa 90 Kalorien und 17 Gramm Zucker, Trauben auf 67 Kalorien und 16 Gramm Zucker.

Darüber hinaus enthalten Wassermelonen viel Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B6, Eisen und Kalium sowie sekundäre Pflanzenstoffe (entzündungshemmende und kreislaufstärkende Antioxidantien wie Lycopin, Betacarotin und Citrullin, das sich vor allem in der weißen Schicht zwischen Fruchtfleisch und Schale befindet).

Honigmelonen liefern mehr Energie und neben Provitamin A, Vitamin C, Eisen und Kalium auch reichlich Vitamin B1 und B2 sowie Kalzium, Magnesium und Phosphat. Die Cantaloupe-Melone bietet besonders viel verdauungsfördernde Ballaststoffe, abwehrstärkendes Vitamin C und Betacarotin (wichtig für Haut, Haare und Augen). Galia-Melonen enthalten von den Zuckermelonen am wenigsten Kalorien (25 kcal pro 100 Gramm Fruchtfleisch) sowie viel Betacarotin, Kalium und Natrium.

7 wichtige Tipps zu Wassermelonen & Zuckermelonen

  1. Zuckermelonen sind in der Regel gut verträglich mit Histamin-Intoleranz, bei Wassermelonen besteht der Verdacht auf gelegentliche Liberatorwirkungen, daher sollte man möglichst ungespritzte Melonen kaufen und zunächst mit kleineren Mengen die individuelle Verträglichkeit testen.
  2. Sowohl Zucker- als auch Wassermelonen gelten als sehr gesund und enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.
  3. Die weiße Schicht der Wassermelone (zwischen Fruchtfleisch und Schale) ist besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen. Das weiße Fruchtfleisch hat ein gurkenähnliches Aroma und macht sich gut in Salaten oder Smoothies (vorher äußere Schale der Wassermelone entfernen, z.B. mit einem Sparschäler).
  4. Für eine fructosearme sowie eine salicylatarme Ernährung sind Melonen eher ungeeignet.
  5. Wer einen sehr empfindlichen Magen hat, sollte Wassermelone in nicht zu großen Mengen genießen. Denn das Fruchtfleisch enthält Bitterstoffe (Cucurbitacine), die zwar sehr gesund sind, aber eventuell zu Magenbeschwerden führen könnten.
  6. Außerhalb der Sommersaison müssen Melonen aus weiter entfernten Regionen transportiert werden mit Schiffen oder Flugzeugen, die viel klimaschädliche Schadstoffe ausstoßen, außerdem brauchen Melonen im Anbau viel Wasser. Daher sollte man sie mit Bedacht und nur in den Sommermonaten konsumieren.
  7. Klingt die Wassermelone bei leichtem Klopfen mit den Fingergelenken hohl und dumpf, ist sie reif für den Verzehr. Auch der gelbe Auflagefleck spricht für Reife. Ist dieser Fleck hellgrau, dann ist die Melone nicht reif.
  8. Wie immer bei einer Histamin-Intoleranz gilt der Grundsatz: je frischer, desto verträglicher. Bei einer frischen Wassermelone ist das Fruchtfleisch fest, kompakt und ohne Risse.
  9. Zudem sollte man Melonen kühl lagern und rasch verzehren.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

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