Wie finde ich eine histaminarme Schokolade? [Tipps]

Alle lieben Schokolade, an der süßen Verführung kommt man kaum vorbei, aber eine histaminarme Schokolade zu finden, ist nicht einfach. Hier findest du wichtige Tipps & Tricks.

Mit Histamin-Intoleranz ist Schokolade eigentlich tabu. Sie enthält zwar nicht direkt Histamin, aber dafür andere Stoffe, die aus dem Kakao stammen und den Histaminabbau hemmen. Je höher der Kakaoanteil, desto schlechter.

Dunkle Schokolade und histaminarme weiße Schokolade bei Histamin-Intoleranz – von gut (grün) bis weniger gut verträglich (rot). Grafik (histaminta.de)
Schokoladenerzeugnisse und Alternativen – von gut (grün) bis weniger gut verträglich (rot).

Stark kakaohaltige Schokolade wie Bitterschokolade (Herrenschokolade), Zartbitter oder die meisten Koch- und Backschokoladen sind deshalb keine Option mit Histamin-Intoleranz. Auch Vollmilchschokolade hat bereits ein hohen Kakao-Anteil. Die gute Nachricht für alle Naschkatzen: Weiße Schokolade gilt als besser verträglich, weil ihr der Kakao während der Herstellung entzogen wird.

Wer eine histaminarme Schokolade finden will, z.B. im Supermarkt, muss auch die Zutatenliste im Blick behalten. Sojalecithin (als Bindemittel) sollte nicht darauf stehen. Schokolade mit anderen Emulgatoren gibt es in Läden mit Spezialnahrung, z.B. in Biomärkten, Reformhäusern oder Drogerien (dm/Rossmann). Die Weiße Bio-Schokolade von Edelmond kommt sogar ganz ohne Emulgatoren aus.

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Weiße Bio-Schokolade von Edelmond, 80g

  • Nur histaminarme Zutaten: Kakaobutter, Roh-Rohrzucker und Milchpulver
  • Frei von Emulgatoren, Butterreinfett, Soja-Lecithin, Vanillin oder anderen Aromen
  • Alle Zutaten aus organischer Landwirtschaft, die Kakaobutter ist Fair Trade zertifiziert

Stark verarbeitete Schokoladenerzeugnisse aus vielen unterschiedlichen Zutaten sind grundsätzlich keine gute Idee. Tiramisu, Pralinen, Marzipan, Nuss-Schokolade und Schokoladenprodukte mit Mousse- oder Nougatfüllung enthalten z.B. Alkohol oder Nüsse, die bei Histamin-Intoleranz nicht verträglich sind. Häufig ist es auch gar nicht der Kakao alleine, der die Probleme macht, sondern die Zusatzstoffe. Zum Beispiel die Milchbestandteile können eine Unverträglichkeit auslösen.

7 Tipps zu histaminarme Schokolade bei Histamin-Intoleranz

  1. Schokolade enthält zwar nicht direkt Histamin, aber dafür andere Stoffe, die aus dem Kakao stammen und den Histaminabbau hemmen. Als Faustregel gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto schlechter für Menschen mit Histamin-Intoleranz. Also Finger weg von Bitterschokolade, Kakaopulver, Schokoglasur und Schokoladenraspeln.
  2. Oft sind es auch nur die Zusätze, die Probleme auslösen: In Pralinen, Nuss-Schokolade, Nougat, Marzipan, Schokoaufstrich oder Sahnebonbons sind Nüsse, Emulgatoren (Soja), Alkohol oder Milchpulver (Laktose) enthalten, auf die Menschen mit Unverträglichkeiten häufiger reagieren.
  3. Schokolade mit verträglicheren Emulgatoren gibt es in Läden mit Spezialnahrung, z.B. in Biomärkten, Reformhäusern oder Drogerien (dm/Rossmann).
  4. Auch Vollmilchschokolade hat bereits ein hohen Kakao-Anteil und ist daher mit Vorsicht zu genießen.
  5. Weiße Schokolade gilt als besser verträglich, weil ihr der Kakao während der Herstellung entzogen wird.
  6. Weiße Bio-Schokolade von Edelmond* kommt ohne Emulgatoren und andere unerwünschte Zusätze aus – perfekt für Naschkatzen mit Histamin-Intoleranz.
  7. Beim Schokoladenkauf auf Siegel wie „Fairtrade“ oder „Gepa“ achten. Fairtrade-Schokolade ist besser für Umwelt und für die Menschen, die sie herstellen. Aber Vorsicht: Manche Siegel wie „Rainforest Alliance“ oder „UTZ“ sind keine echten Fairtrade-Label oder bilden nur Mindestanforderungen ab. Hier findest du weitere Informationen zu Fairtrade-Siegeln (Verbraucherzentrale Hamburg).

Was muss ich bei Kakao beachten?

Menschen mit Histamin-Intoleranz vertragen Kakao in der Regel nicht so gut, Erfahre hier, woran das liegt und welche Alternativen es gibt.

Hilfe bei Histamin-Intoleranz

Am besten ist natürlich der komplette Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel, um die Symptome maximal abzuschwächen. Doch im Alltag ist es nicht immer möglich. Für solche Situationen gibt es Medikamente, die Histamin im Körper abbauen oder dessen Freisetzung verhindern.

Zur Linderung von Symptomen können Antihistaminika, die es als Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen gibt, eingenommen werden.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) zuständig. DAO wird im Darm gebildet. Bei einer Histamin-Intoleranz reicht die Menge an DAO nicht aus. Nahrungsergänzungsmittel wie DAOSiN* enthalten dieses Enzym und helfen beim Abbau von Histamin.
Warum DAO einnehmen bei einer Histamin-Intoleranz? Erfahre mehr…

Bei einer Histamin-Intoleranz besteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es hilfreich, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, die bei der Diaminoxidase mitwirken.

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  • Mit dem Enzym DiAminOxidase: DAOSiN unterstützt den körpereigenen Abbau von Histamin mithilfe DiAminOxidase
  • Das magensaftresistente Nahrungsergänzungsmittel erhöht den DAO-Enzym-Gehalt im Dünndarm und hilft dem Körper dabei, Histamin abzubauen